Unsere Forderungen

Hochschulrat abschaffen

Der von der ehemaligen Regierung Rüttgers eingeführte „Hochschulrat“ ist eine offen antidemokratische Institution. Seine Mitglieder werden weder von Angehörigen der Universität, noch vom Volk gewählt. Korrekterweise müsste man ihn als Oligarchie bzw. als akademische Lobby der Wirtschaft bezeichnen – nur mit dem feinen Unterschied, dass der Hochschulrat als höchstes Gremium der Uni alle Macht in Händen hält, sogar den Rektor bestimmt. Eine derartige Vergewaltigung des Rechts ist nicht länger hinnehmbar!

Für eine Zivilklausel in Köln

An der Universität darf es keine Kriegsforschung geben. Bildung und Forschung sollen allein friedlichen Zwecken dienen. Wir setzen uns zusammen mit anderen Gruppen für die Verankerung einer Zivilklausel in der Grundordnung der Universität zu Köln ein. Sie soll die Kooperation mit dem Militär und Rüstungsbetrieben ausdrücklich verbieten.

Schluss mit der Bologna-Utopie

Mit der Einführung der BA- und MA-Studiengänge wurde ein rein quantitativ denkendes System etabliert. Kern der Sache ist nicht Inhalt, das Was, sondern Masse und Schnelligkeit. Innerhalb kürzester Zeit sollen die geplanten Creditpoints „erworben“, d.h. die Pflichtkurse durchgepaukt werden. Das Resultat sind Stress, Prüfungs- und Leistungsdruck - bei gleichzeitigem Niedergang der Fachschaften und offenen Lehrveranstaltungen. Und der Masterplatz ist für viele unsicher. Wir setzen uns für jede Verbesserung der Studienbedingungen ein. Langfristig aber streben wir eine grundlegende Reform des gesamten Studiensystems an.

Kritische Wissenschaft

Wissenschaft muss selbstkritisch sein, sie muss die gesellschaftlichen Zustände und ihre Rolle darin in Frage stellen. Wir fordern deshalb mehr alternative Ansätze in den Lehrplänen der Universität. Kritisches Hinterfragen, Nachdenken und Diskutieren machen das Wesen der Hochschule aus, sie müssen daher ihren Platz haben.

Eine Schule für alle

Deutschland ist der einzige G8-Staat mit einem mehrgliedrigen Schulsystem. In Britannien, Japan und Russland wurde die Selektion nach der Grundschule schon vor Jahrzehnten abgeschafft. Es ist allgemein bekannt, dass sie den Zugang zum Studium erschwert, diskriminierend wirkt und elitäres Denken fördert. Gleichzeitig belegt selbst PISA, dass das System auf pseudo-wissenschaftlichen Grundlagen fußt. Daher fordert der SDS eine längst überfällige Reform hin zu einer einheitlichen Schule für alle.

Toleranz statt Spaltung

Spätestens seit der sog. Sarrazin-Debatte ist offenbar geworden, wie salonfähig chauvinistische Hetze in der deutschen Gesellschaft ist. Die beliebteste Zielscheibe sind hierbei zweifellos die Muslime. Von Seiten der Burschenschaftler dürfen wir uns mitunter belehren lassen, dass Deutschland „kein Ausländerproblem, sondern ein Türkenproblem“ habe.

Uns Studierenden muss klar sein, welche Funktion dies hat: Die Menschen sollen gespalten werden. Sinnlose Scheingefechte überdecken die echten Fragen, und in ihrem Schatten kann pragmatische Politik gemacht werden. Der SDS kämpft daher gegen jede Form der Hetze, egal ob sie sich gegen eine Rasse, eine Religion oder ein Geschlecht richtet.

Für einen konsequenten und kämpferischen AStA

Eine Studierendenschaft braucht eine Vertretung, die sich konsequent für ihre Interessen einsetzt. Es darf kein zurück in die Zeiten der Unmündigkeit geben, in denen der AStA nichts besseres zu tun hatte, als Partys zu feiern und darüber alle wichtigen Aufgaben verschlief. Die politischen Kämpfe des AStA sollen nicht zurückgefahren, sondern verschärft werden.